Indien, Vedanta, Theosophie

Arthur Schopenhauer

1788–1860

geb. Danzig (damals Polen-Litauen); gest. Frankfurt am Main

Die Kernidee

Die Welt, wie wir sie kennen, ist Vorstellung - an das erkennende Subjekt gebundene Erscheinung. Ihr Wesen an sich ist ein blinder, grundloser Wille, der sich in allem Seienden objektiviert. Erlösung besteht in der Verneinung dieses Willens, nicht in seiner Erfüllung. Schopenhauer ist der Kanal, durch den indisches Denken in Europa philosophisch respektabel wird - lehrt aber die exakte Umkehrung der New-Thought-Botschaft.

Die wichtigsten Werke

  • Die Welt als Wille und VorstellungBd. 1: 1818/19; erweiterte Ausgabe mit Bd. 2: 1844(Original deutsch)
  • Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde1813 (Dissertation)(Original deutsch)
  • Parerga und Paralipomena1851(Original deutsch)

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Im Originalton

„In der ganzen Welt giebt es kein Studium, welches so nützlich und so erhebend wäre, als das der Oupanischaden. Es ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens seyn."Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, Bd. 2, Paragraph 185. Englische Fassung: 'In the whole world there is no study so beneficial and so elevating as that of the Upanishads.' Ferner nennt er sie 'the production of the highest human wisdom'.